Nach den Zahlen des Landeswahlleiters liegt die Wahlbeteiligung für die Volksabstimmung „Pro Reli“ um 12 h bei 11,4 %. Bei der Volksabstimmung zum Flughafen Tempelhof vor einem Jahr lag die Wahlbeteiligung zur selben Zeit bei 14,9 % und die sind dann an dem Quorum gescheitert.
Auch Jesus ist enttäuscht. Guckt schon ganz traurig. (Foto: Karin Reichert-Frei)
Bleibt zu hoffen, dass trotzdem die Mehrheit der abstimmenden Berliner mit NEIN stimmt!
Der Wahlkampf in Berlin tobt. Nein, nicht Europawahl. Am 26.4. gibt es eine Volksabstimmung zum Religionsunterricht in Berlin. Nun ist es bisher so, dass alle gemeinsam Ethik-Unterricht haben. Wer Religionsunterricht machen möchte kann das freiwillig tun. Die Initiative Pro Reli (die Kirchen und andere durchgeknallte) behaupten nun, dass Berliner Schüler die Wahl zwischen Ethik und Religion haben müssten und faseln etwas von Freiheit. Ich frage mich immer warum sie den Schülern nicht die Wahl zwischen Bio oder Mathe und Religion lassen möchten. Aber egal. Wenn die Initiative nicht durchkommt, dann bleibt alles beim Alten. Die Schüler bzw. Eltern können frei wählen, ob sie ihre Kinder in den Religionsunterricht schicken und im Ethik-Unterricht werden alle Schüler aller Konfessionen und auch die an nix glauben gemeinsam unterrichtet. Da aber die Initiative Pro Reli kontinuierlich die Unwahrheit sagt, ärgern die mich natürlich.
Foto: Russell Higgs
So zu meiner Idee:
Die Initiative Pro Reli verteilt Faltblätter. In diesen Faltblättern ist eine Rückantwortkarte. Die kann man heraustrennen und an Pro Reli schicken. Eigentlich soll man damit einen Wahlschein beantragen können oder irgendsowas. Ist auch egal. Man kann stattdessen auch einfach draufschreiben, was man von Pro Reli hält (man kann sie auch komplett unausgefüllt lassen) und die Karte an die Initiative schicken, denn: und jetzt kommt der Clou! Die übernehmen das Porto, falls keine Marke zur Hand. Und natürlich haben wir alle in Zeiten von E-Mail, SMS und twitter keine Marke zur Hand. Wenn das genug Leute machen, haben die vielleicht bald nicht mehr genug Geld für ihre Radiowerbung und Reklametafeln.